Umrüstung von Rädern / Reifen

 

Breite Räder und Reifen machen nicht nur optisch einiges her, sie verbessern zum Teil auch das Fahrverhalten. Allerdings nur, wenn sich die „Breitenwirkung“ in vernünftigen Grenzen hält. Breitreifen können die Fahrstabilität steigern. Verantwortlich dafür ist die beim Breitreifen größere Aufstandsfläche, die eine geringere Flächenpressung bringt. Dadurch können bei Kurvenfahrten höhere Seitenkräfte aufgebaut werden und die Bremswege fallen kürzer aus.nWichtig ist in erster Linie, dass der Abroll-Umfang der Breitformate möglichst mit dem der Serienbereifung übereinstimmt – je genauer, desto eher ist die Rad-/Reifenkombination verwendbar. Ansonsten weicht die Tachonadel zu drastisch vom tatsächlichen Tempo ab. Wer auf Räder mit größerem Durchmesser setzt, greift gleichzeitig zu entsprechenden Niederquerschnittsreifen. Die niedrigere Flankenhöhe von Breitreifen kommt der Lenkpräzision zu Gute, denn hier fallen die Verformungen in der Seitenwand beim Einlenken geringer aus, als bei Pneus mit standardmäßigen Querschnitten.

 


 

Breitreifen besitzen eine hohe Aquaplaning-Empfindlichkeit

Aber auch kritische Aspekte müssen angemerkt werden: Ausgesprochene Breitformate legen eine teils ausgeprägte Aquaplaning-Empfindlichkeit hin. Felgenbreite und Einpresstiefe beeinflussen zudem die Spurweite und können sich bei Lenkverhalten, Fahrstabilität und Geradeaus laufen negativ auswirken. Hinzu kommen im Extremfall höhere Lenkkräfte sowie Antriebs- und Bremseinflüsse auf die Lenkung. Eine Spurrillen-Empfindlichkeit und auch die Bremsenkühlung kann durch manche Felgentypen vermindert werden. Üppige Breitformate beanspruchen zudem viel Platz im Radhaus. Achten Sie deshalb auf ausreichende Freigängigkeit zu Karosserie- (mindestens 10 mm) und Fahrwerksteilen (mindestens 5 mm).

 


 

Schneekettenmontage meist nicht mehr möglich

Häufig müssen die Radausschnitte nach außen gezogen oder deren Kanten umgebördelt werden. An den Felgen dürfen oft nur noch Klebegewichte zum Auswuchten eingesetzt werden. Eine Schneekettenmontage ist meist auch nicht mehr möglich. Im Bereich von 30 Grad vor und 50 Grad hinter der Radmitte muss die Gesamtbreite des Reifens im Übrigen voll abgedeckt sein, so die GTÜ-Sicherheitsexperten. Leichtmetallräder mit Teilegenehmigungen dürfen meist problemlos montiert werden – es sei denn, im Prüfzeugnis werden entsprechende Auflagen gemacht. Und denken Sie bei der Räderumrüstung auch daran, passende Radschrauben oder Radmuttern zu verwenden.

Erst auf sportlichen Leichtmetallrädern wird das Auto zum echten Blickfang. Gefragt sind vor allem Gussräder. Doch auch hochwertige Schmiederäder, Magnesiumräder oder sogar Kunststoffräder spielen eine immer größere Rolle bei der Indivi- Alles läuft rund GTÜ-Tipps zur Umrüstung von Rädern und Reifendualisierung des eigenen Autos. Einteilige Leichtmetallfelgen bestehen aus einem einzigen Stück Metall, während mehrteilige Felgen aus Felgenbetten und Felgenstern bestehen, die miteinander verschraubt werden. Leichtmetallfelgen sind meist mit einer silberfarbenen Lackschicht und einer Klarlackschicht überzogen.

Bei einer größeren Beschädigung sind Besitzer von mehrteiligen Felgen im Vorteil. Je nach Schwere und Art des Schadens können diese repariert werden. Dabei lassen sich Felgenstern, Außenbett oder Innenbett einzeln austauschen. Das ist aber Sache des Herstellers, da nur dann die Gewährleistung erhalten bleibt. Wer die Prozedur eines Einzelgutachtens vermeiden möchte, sollte eine Felge mit ABE wählen.

 


 

Teilegutachten auf Herstellerseiten als Download verfügbar

Erkennbar ist diese durch eine Kennzeichnung an der Felgenvorderseite. Dort muss das Buchstabenkürzel KBA sowie eine fünfstellige Nummer zu finden sein. Zudem ist ein Teilegutachten erforderlich. Bei Qualitätsmarken findet man das in der Regel auf der Hersteller-Internetseite als Download. Damit ist garantiert, dass alle nötigen Sicherheitsanforderungen für eine bestimmte Rad-Reifen-Kombination erfüllt sind. Wie bei Reifen gilt auch für Felgen, dass alle relevanten Informationen auf der Rückseite aufgeführt sein müssen. Im Einzelnen sind das die Angaben zum Hersteller und zum Gießdatum.